Vorlage

Fragen für deinen persönlichen Jahresrückblick

Die besten Fragen zum Jahresende sind nicht die tiefsinnigen. Es sind die, auf die du eine ehrliche Antwort hast. Hier sind 30, sortiert von leicht bis unbequem.

Die meisten Listen mit Jahresrückblick-Fragen beginnen mit „Was war dein größter Erfolg?“. Das ist die falsche Reihenfolge. Auf so eine Frage antwortet man im Dezember mit dem, was im November war.

Besser funktioniert es von außen nach innen: erst die Fakten, die das Gedächtnis aufwärmen, dann die Menschen, dann die Veränderung, ganz zum Schluss der Ausblick.

Teil 1: Was war (die leichten Fragen)

Diese Fragen haben richtige Antworten. Genau deshalb kommen sie zuerst.

  1. Welche drei Filme oder Serien sind dir aus diesem Jahr geblieben?
  2. Welches Buch hast du zu Ende gelesen, und welches abgebrochen?
  3. Auf welchem Konzert, Festival oder in welcher Vorstellung warst du?
  4. Wo warst du, das du vorher nicht kanntest? Stadt, Land, ein Ort um die Ecke.
  5. Was war die längste Reise des Jahres, und was die kürzeste, die sich gelohnt hat?
  6. Welches Spiel, welches Hobby oder welche Sache hat dich am meisten Zeit gekostet?
  7. Was war der erste Moment des Jahres, an den du dich erinnerst? Und der letzte?
  8. In welchem Monat ist am wenigsten passiert? Weißt du, warum?

Teil 2: Wer war da

  1. Mit wem hast du dieses Jahr am meisten Zeit verbracht?
  2. Wen hast du neu kennengelernt, der geblieben ist?
  3. Wen hast du aus den Augen verloren, und war das eine Entscheidung?
  4. Wer hat dir geholfen, ohne dass du dich richtig bedankt hast?
  5. Mit wem würdest du gern noch einmal genau einen Tag dieses Jahres wiederholen?
  6. Für wen warst du da?

Teil 3: Was hat sich verändert

  1. Was machst du heute anders als vor zwölf Monaten?
  2. Was hast du angefangen, und was davon machst du noch?
  3. Was hast du aufgehört, und fehlt es dir?
  4. Welche Meinung hast du dieses Jahr geändert?
  5. Wovor hattest du Angst, das dann gar nicht schlimm war?
  6. Was war schwer? Was hat dir da durchgeholfen?
  7. Worauf bist du stolz, auch wenn es sonst niemand mitbekommen hat?
  8. Wofür bist du dankbar?

Teil 4: Was bleibt (die unbequemen Fragen)

  1. Wenn du dieses Jahr in einem Satz beschreiben müsstest, welcher wäre es?
  2. Welche drei Wörter passen zu diesem Jahr?
  3. Was würdest du deinem Ich von vor einem Jahr sagen?
  4. Was nimmst du mit ins nächste Jahr?
  5. Was lässt du bewusst in diesem Jahr?
  6. Was möchtest du nächstes Jahr zum ersten Mal machen?
  7. Wohin möchtest du reisen, was sehen, was lesen?
  8. Woran würdest du in einem Jahr gern zurückdenken?

Die Vorlage

Zum Abschreiben, in ein Notizbuch oder eine Notiz-App: vier Überschriften (Was war, Wer war da, Was hat sich verändert, Was bleibt), darunter die Fragen, unter jede Frage zwei Zeilen Platz. Mehr nicht. Eine schön gestaltete Vorlage bringt wenig, wenn die Antworten fehlen.

Zwei Regeln helfen:

  • Teil 1 mit Hilfsmitteln beantworten. Fotos nach Monat durchscrollen, Kalender, Kontoauszüge, alles, was das Jahr dokumentiert. Das Gedächtnis allein liefert vor allem Oktober bis Dezember.
  • Teil 4 einen Tag später. Die unbequemen Fragen werden besser, wenn die ersten drei Teile über Nacht gesackt sind.

Der Trick für nächstes Jahr

Teil 1 ist der einzige, den man vorbereiten kann, und er macht den Rest besser. Wer übers Jahr kurz festhält, was er gesehen, gelesen und erlebt hat und wo er war, beantwortet die Faktenfragen im Dezember in fünf Minuten und vergisst den März nicht.

Dafür haben wir Stadu gebaut: Filme, Serien, Bücher, Spiele, Konzerte, Orte, Reisen und Lebensereignisse in einer kostenlosen Android-App, ohne Konto. Im Statistik-Tab hat jedes Jahr seinen eigenen Rückblick mit Zahlen, Höhepunkten, dem ersten und letzten Eintrag und deinen Reisen. Die Fragen zu Menschen und Veränderung beantwortet die App nicht, das kann nur man selbst. Aber man fängt mit einer vollständigen Liste an statt mit einer Lücke.

Wie man daraus einen kompletten Rückblick macht, steht in der Anleitung Jahresrückblick selbst erstellen.

Häufige Fragen

Welche Fragen gehören in einen persönlichen Jahresrückblick?
Am besten eine Mischung aus Fakten (was habe ich gesehen, gelesen, wo war ich), Menschen (wer war wichtig, wen habe ich verloren), Veränderung (was ist anders als vor einem Jahr) und Ausblick (was nehme ich mit, was lasse ich da). Fakten zuerst, weil sie das Gedächtnis aufwärmen.
Gibt es eine Vorlage für den persönlichen Jahresrückblick?
Die Fragenliste auf dieser Seite ist als Vorlage gedacht. Kopier sie in ein Notizbuch oder eine Notiz-App, beantworte zuerst die Faktenfragen und lass die schwierigen bis zum Schluss.
Wie lange dauert ein persönlicher Jahresrückblick?
Mit Fragenliste etwa eine Stunde. Die Faktenfragen gehen schnell, wenn du deine Fotos, deinen Kalender oder eine App mit deinen Einträgen danebenlegst. Für die letzten Fragen lohnt es sich, einen Tag Abstand zu lassen.
Kann ich den Jahresrückblick auch zu zweit oder in der Familie machen?
Ja. Die Faktenfragen funktionieren gut gemeinsam, weil jeder etwas anderes erinnert. Die Fragen zur eigenen Veränderung beantwortet man besser erst allein und erzählt dann, was man teilen möchte.

Starte deine Lifeline.

Deine Lifeline beginnt hier. Alles, was du festhältst, bekommt seinen Platz auf deiner persönlichen Timeline.

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